Disruptive Thinking treibt Innovation und Wandel

Disruption oder I.B.N.U.? Oder doch I.B.A.V.U.?

Disruption oder I.B.N.U.? Oder doch I.B.A.V.U.?

Was ist eigentlich Innovation? Und WANN ist etwas Innovation? Und WANN ist eine Innovation nicht nur neu, sondern eine Disruption?

Steiinzeitliche Pfeilspitze: Disruptive Innovation

Vom Stein zum Jagdinstrument

Autodesk ( US-amerikanisches Software-Unternehmen für digitales 2D- und 3D-Design) ließ untersuchen, wie Innovation entsteht und welches Setting vorhanden sein muss, um Innovation zu ermöglichen. Im Rahmen der Untersuchunug wurden dann auch die wichtigsten disruptiven Innovationen gesucht.

Disruption anno 50.000 v. Chr.

Die Bändigung des Feuers zum Beispiel war eine solche Disruption: Man war nun nicht mehr nur der Gewalt des Feuers bei Buschbränden einfach nur ausgeliefert, sondern konnte mit der Bändigung des Feuers einen wesentlichen evolutionären Vorteil genießen, denn nun konnte man sich mit Hilfe des Feuers zum Beispiel vor Feinden schützen. Oder Essen zubereiten. Oder Land roden… Der Schritt, das Feuer zu domestizieren war also eine disruptive Innovation, denn er hat große Spuren hinterlassen und die Menschheitsgeschichte entscheidend verändert.

Das ist im Übrigen auch der Parameter, der für die Macher der Studie wesentlich ist: der Einfluss, den eine Idee ausübt auf die Umgebung. Sie definieren Innovation mit dem Satz:

Innovation:
Something new or different,
brought to the world,
that creates a positive impact.

Also etwa Neues, das in die Welt gebracht wird und das einen positiven Einfluss ausübt.

Ein weiteres Beispsiel: Die Innovation, einen spitzen Stein zum Schneiden zu verwenden und ihn an die Spitze eines Pfeils zu montieren… Nun war es möglich, Beutetiere aus reichlich Abstand zu jagen, ein gewichtiger Sicherheitsvorteil!

Was beiden Innovationen gemeinsam ist: Sie waren nicht nur NEU sondern haben auch wirklich großen EINFLUSS auf das Leben der Vorzeitmenschen ausgeübt, der IMPACT war gigantisch, der Evolutionsschritt des Menschen danach immens.

Innovation muss Nutzen bieten!

Dabei gab es ja schon vorher Innovationen: Den spitzen Stein bunt anzumalen und darauf Tiere zu malen, die man schneiden wollte, war zwar innovativ im Sinne von neu, aber es brachte die Menschheit nicht wirklich entscheidend weiter… Es war nämlich nur eine I.B.N.U.-Innovation: Interesting but not useful…

Den spitzen Stein aber auf einen Stab zu montieren und diesen Stab mittels eines Bogens als Pfeil zu beutzen, das war eine I.B.A.V.U.-Erfindung: Interesteing but also very useful!

Achten Sie also ganz genau darauf, wenn sie sich mit Innovation beschäftigen: nicht alles, was neu ist, ist gleichzeitig auch gut und erzeugt einen IMPACT! Wirklich innovativ und disruptiv (im Sinne von: etwas anderes, was bisher da war ablösend und das vorherige dadurch obsolet machend) wird etwas erst, wenn es WIRKLICH nützlich ist, wenn es einen ENTSCHEIDENDEN NUTZEN MEHR aufzuweisen hat.

Das gleiche wie bisher in rot und mit Muster drauf, ist nicht innovativ – das ist einfach nur sowas von 1987…!

 

Mehr zum Innovation Genome Project von autodesk findet sich hier.


Bild: https://pl.wikipedia.org/wiki/Plik:Fleche_Cartailhac_MHNT_PRE_2009.0.232.2_simple.jpg